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Proteste führen zum Rücktritt des Präsidenten

 03. 11. 2014  
Burkina Faso hat in den letzten Tagen beispiellose Proteste der Zivilgesellschaft und der Opposition erlebt. Sie führten zur Auflösung der Regierung und der Nationalversammlung, und der seit 27 Jahren regierende Präsident Blaise Compaoré musste am Freitag zurücktreten.

Nach dem Rücktritt von Blaise Compaoré  hat sich die Armee hinter Oberst Isaac Zida als Chef der Übergangsregierung gestellt. Nun fordern die Opposition, Zivilgesellschaft und internationale Gemeinschaft eine zivile Übergangsregierung, die schnellstmöglich für die Abhaltung von demokratischen Wahlen sorgt.

Nachdem am Sonntag in Ouagadougou wiederum Tausende gegen die Machtergreifung  durch die Militärs protestiert hatten, kehrte heute Normalität ein. Schulen, Administration und Geschäfte waren wieder geöffnet und es wurden Verhandlungen zwischen Isaac Zida, der  Opposition und diplomatischen Vertretungen aufgenommen, um die Übergangsregierung zu definieren, die die Neuordnung organisieren soll.

Solidar Suisse ist seit 40 Jahren in Burkina Faso tätig und engagiert sich in Zusammenarbeit mit Partnernorganisationen für „Mehrsprachige Bildung“, Armutsbekämpfung und Partizipation.

In diesem entscheidenden Moment für die Zukunft des Landes verfolgen wir mit Sorge die Ereignisse in Burkina Faso und hoffen, dass die Früchte unserer jahrzehntelangen Aufbauarbeit – zum Beispiel die mehrsprachige Bildung – nicht beeinträchtigt werden.